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Webmaster
Engstler Andreas |
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1.Reihe (vorne) von links nach rechts:
Schatt
Klaus, Hägele Gottfried, Teufel Karl-Anton, Zembrod Erwin, Klein Alfons,
Bachmann Franz, Neher Fritz (Einhart)
2.
Reihe (mitte) von links nach rechts:
Fregin
Klaus-Peter, Fischer Eduart, Seifried Hubert, Neher Siegfried sen., Grunau
Wolfgang, Sauter Karl (Gunzenhausen)
3.
Reihe (hinten) von links nach rechts:
Renn
Anton, noch nicht bekannt, Rothacher Karl-Heinz, Todt,
noch nicht bekannt, Kieferle Adolf (K-Wald), Müller Wolfgang,
Kusterer Adolf
Über 250 jährige
Schützentradition in Ostrach
Wenn man in
die alten Urkunden der Salemschen Herrschaft in Ostrach Einblick nimmt, die
immer wieder von den "Ostracher Schießstätten" berichten, so darf man wohl von
einer über 250jährigen Schützentradition in Ostrach sprechen. 1707 wird den
Schützen zu Ostrach mit Einwilligung des Oberamtmanns Seibold erlaubt, eine
Schießstätte, eine Schießhütten an die offene Ravensburger Markhwegstraße zu
pauen." Das heutige Redingersche Haus, am Eingang zur Schießstattstraße in der
Reinhold‑Frank‑Straße, ist heute noch in den Grundzügen als solches zu erkennen.
"Die Schützengesellschaft erhält zur Ergänzung des Schützenhäusleins von der
gnädigen Herrschaft holtz und tach gratis zugewiesen, die übrige Besorgung aber
wird der Gesellschaft überlassen." 1717 bitten die genannten Schützen in dem Amt
Ostrach um einen "Beytrag" zum Schießen. Am 9. Januar 1718 benötigt die gnädige
Herrschaft eine geeignete Unterkunft für den Bannwarth Jacob Dobler, ehemaliger
Wachtmeister, den sie Tag und Nacht in allen Begebenheiten anstellen wollen.
"Sämtliche Schützen in dem Amt Ostrach bitten vermögens eingelegter Memorafis‑Denkschrift
unterthänigst, weil das aus Schützenaigenen Kösten' gebaute Schießhäuslein von
der Herrschaft zu einer Wohnung zugerichtet worden, es möchte Hochw. gnädige
Herrschaft gnädigst geruhen, ihnen nicht allein ein anderes sicheres
Plätzchen, welches Franz Stür, Oberwirt (Hirschwirt) von seinem Lehnsgarten
hergeben wollte, sondem auch die hierzu notwendigen Pau‑Materialien anweisen zu
lassen." Es erging folgender Bescheid: "Weyl gnädige Herrschaft das alte
Schützenhäuslein vorgebrachtermaßen an sich gezogen und etweicher anderer Nutzen
damit geschafft, wird die Schützengesellschaft zu Ostrach zur Ergänzung eines
anderen und neuen
Schützenhäusleins das benötigte
holtz und tach angewiesen, die übrige Besorgung aber der Gesellschaft
überlassen. Den orth betreffend, wo selbiges hinzusetzen, ist sicherheitshalber
ein Platz in dem oberen Wirtschaftsgarten. Zwar nicht ohndienlich, ob es aber
zur Räumlichkeit des Pfarrhofes und ohne Verhinderung der Andacht geschehen
könne, würde von den Herren Pfarr‑Vicaris zu Ostrach zu vernehmen sein, welche
auf geschehenes anfragen, kein Bedenkhen noch hindernüß hirin gefunden." Leider
konnte bislang noch nicht festgestellt werden, warum der schon genehmigte Bau
nicht erstellt wurde, auch nicht wo in der Folgezeit die notwendigen
erforderlichen Schießübungen stattfanden. Heute noch lebende Schützen berichten,
dass im Saal zum "Grünen Baum" Schießübungen gehalten wurden. 1932 bauten die
Ostracher Schützen aus eigenen Mitteln ein Schießhaus mit Schießanlage beim
Sportplatz an der Turnhalle (heutiges Haus der Familie Josef Wild) an der
Schießstattstraße. Hier entfaltete sich ein reger Schießbetrieb, bis er im
Jahre 1945 bei Kriegsende völlig eingestellt wurde. Erst 1953 erteilte die
französische Militärregierung die Genehmigung hierzu wieder. Im Nebenzimmer des
Gasthauses zum "Hirsch" fanden Schießübungen statt, später im Gasthaus zum
"Schwanen" in Unterweiler ebenso in Laubbach und Königseggwald. Mit der
Übernahme der Vorstandschaft im Jahre 1965 durch Elektromeister Alfons Klein
wurden geordnete und gesicherte Schießsportmöglichkeiten geschaffen. Der Verein
trat in den Deutschen Schützenbund ein, für die Mitglieder wurde eine
Versicherung abgeschlossen. 1966 fanden im Saal des Gasthauses zum "Goldenen
Löwen" in Königseggwald Freundschaftsschießen statt, bei denen man die
Vereinigung mit den dortigen Schützenbrüdern beschloss. Nach vergeblichen
Bemühungen, dort einen Schießstand zu erstellen, versuchte man an der Straße
nach Wangen einen geeigneten Platz zu erwerben. Die schwierigen An‑ und
Ausfahrtverhältnisse, aber auch die Ungewissheit über die geplante und
anstehende Umgehungsstraße von Wangen nach Ostrach zwangen zu weiteren
Überlegungen. Im Mai 1970 erwarb man die bisherige Abfallgrube von Karl Kuom
südlich des ehemaligen Torfwerks. Nach der Besichtigung von Sachverständigen für
Schießanlagen reichte der Verein Pläne ein, die vorn Landratsamt Sigmaringen
genehmigt wurden. Noch im Mai 1970 konnte mit dem Bau des Schützenhauses und der
Schießanlage begonnen werden. Staatliche Mittel wurden nicht in Aussicht
gestellt. Die Gemeinde Ostrach stellte auf Antrag erfreulicherweise einen
Baukostenzuschuss von 1000 DM zur Verfügung. Ein weiteres zinsloses Darlehen
wurde von privater Seite beigesteuert. Der Bau musste in eigener Regie, oft bis
tief in die Nachtstunden bei Scheinwerferlicht, weitergeführt werden. Am 3.
Oktober 1970 feierte der Verein das Richtfest. Der Innenausbau ging im Winter
1970 / 71 flott vonstatten und auch der Außenputz konnte im Laufe des Sommers
1971 angebracht werden. Am 21./22. August 1971 übergab man dieses stolze
Gemeinschaftswerk der Schützen seiner Bestimmung.
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